Walhallalauf

 

Ort: Donaustauf

Datum: 08.04.2018

 

Die 10 Km im Rahmen des Walhallalaufes in Donaustauf sollten der Abschluss des recht intensiven Laufblocks sein, den ich in den letzten Wochen mit der Laufstilanalyse.de absolvierte.

Dass die Laufform passt, hatten die Trainingszeiten bereits bewiesen. Es ging also eigentlich nur noch darum, den Wettkampf als Motivationsbooster für die restliche Roth-Vorbereitung zu nutzen.

 

In den letzten Wochen war ich dann allerdings streckenweise von Motivations- und Wadenproblemen geplagt und so haben Ralf und ich noch Mitte dieser Woche überlegt, ob ein Start überhaupt Sinn macht. Ich sollte es spontan entscheiden, aber da die Wettervorhersage für Sonntag absolut fantastisch aussah, Carina ebenfalls starten würde und vor allem mein Lieblingsgegner und Kumpel Markus Winklmeier ebenfalls am Start stehen sollte, entschied ich mich dann doch dafür zu starten.

Bereits auf dem Weg zum Start (bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen 24 Grad) traf ich so viele bekannte Gesichter, dass es mir fast schwer fiel, mich aufs Rennen zu konzentrieren.

Nach einem sehr kurzen Warmup konnte ich einen Startplatz in der zweiten Reihe ergattern und plötzlich war ich doch im Racemode!

Direkt nach dem Startschuss ging es bergab (zumindest da noch nicht körperlich 😊) und ich ließ es erstmal laufen, ohne mich direkt kaputt zu schießen. Da die 5 und 10 km-Läufer zeitgleich starteten, war es anfangs sehr schwer abzuschätzen, auf welcher Platzierung ich lag.

 

Ich konzentrierte mich auf mein Rennen… ich wusste, dass ich die ersten 2 Kilometer viel zu schnell angegangen bin und so hing ich mich hinter eine Dreiergruppe und ließ es ein wenig ruhiger angehen. 

Als die 5 km Läufer dann abbogen, versuchte ich mein eigenes Tempo zu finden. An der Wende habe ich dann festgestellt, dass ich auf dem 5. Platz lag… und noch viel wichtiger: Dass bereits gute 100 Meter zwischen Winkl und mir lagen.

Jetzt wurde es allerdings trotzdem zach… die Beine wurden immer schwerer und ich musste immer höheren Aufwand betreiben, die Pace bei 03:45 zu halten. Aber jetzt kam mir (genau zum richtigen Zeitpunkt) das restliche Läuferfeld entgegen und viele Bekannte und Freunde feuerten mich an. Ich wusste, dass der Winkl hinter mir eine Schwächephase sofort ausnützen würde… also durfte ich mir keine leisten, da mir eindeutig die Körner fehlten, um eine solche Attacke zu erwidern.

 

An der Walhalla vorbei… noch ein guter Kilometer…. Durch die Unterführung hindurch und plötzlich stand ich vor einer Weggabelung… Links ging es die Treppen hoch… rechts den Radweg. Ich war mir eigentlich ziemlich sicher, dass ich den Radweg weiterlaufen müsste aber einige 5-Km Läufer gingen die Treppe rauf. Da stand ich also und brüllte in meiner Verzweiflung, so laut es mein Körper noch zuließ „Wo muss ich lang?“ 

Ein Streckenposten sprang hinter der Kurve hervor und winkte mich Richtung Radweg… Mit einer Mischung aus Ärger und Verzweiflung lief ich so schnell ich konnte nach oben… ich wusste zu diesem Zeitpunkt nicht, wie weit der Winkl noch hinter mir ist.

 

Ich schleppte mich durch den letzten höhenmeterintensiven Kilometer, schlängelte mich durch einige 5 km Läufer und betete, dass mich Winkl von hinten nicht mehr attackieren würde… Sicherheitshalber sah ich mich auf der Zielgeraden noch einmal um und wusste erst jetzt, dass ich das Ding entspannt heimlaufen kann.

 

Nach 37 Minuten und 17 Sekunden kam ich als 5. gesamt ins Ziel und bin mit dem Wettkampf sehr happy.

Am Ende des Tages war es dann doch genau das, was es sein sollte:

 

Eine Motivationsspritze für die restliche Roth-Vorbereitung… Geh mas an 😊

 

Auch Carina kam nach einem kontrollierten Rennen nach guten 50 Minuten als 11. Frau ins Ziel!!

Winterlaufchallenge 2018 Teil 2 

 

Ort: Kart Anlage Wackersdorf

Datum: 25.02.2018

 

Ohne überzogene Ambitionen, dafür mit einem seeehr großen Interesse, wie es mittlerweile um meine Laufform steht, hab ich mich am Sonntag auf den Weg Richtung Kartbahn in Wackersdorf gemacht.

Bei strahlendem Sonnenschein wehte leider ein scheiß kalter Wind, was das Rennen nicht einfacher machen würde.

 

Die Strecke an sich klang interessant... los ging es mit einer Runde um die Außenanlage der Kartbahn, dann eine Runde um den Murner See und vor dem Zieleinlauf nochmal eine Runde auf der Kartstrecke.

Wieder mal waren einige Laufstilanalysten mit am Start... In meinem Kopf hatte ich mir bereits die perfekte Renntaktik zurechtgelegt:

In einer leistungsfähigen Gruppe rauslaufen, bei der Führungsarbeit abwechseln und dann auf den letzten 5 Kilometern attackieren :-)

Soweit die Theorie...

Die Praxis sah (selbstverständlich) mal wieder ganz anders aus.

Der Startschuss fiel und ich sortierte mich für die erste Kurve nach der Start/Zielgeraden gleich mal ganz innen ein ....

ein bisschen wie bei der Formel 1 :-D

 

Danach hatte sich das Feld schon gut auseinander gezogen und ich versuchte, meinen Rhythmus und die heiß ersehnte Gruppe zu finden.

 

Nach ein paar Schulterblicken merkte ich, dass die beiden Laufstilanalysten Randy und Matthias direkt neben mir liefen... also dahinter eingereiht und versucht, das hohe Tempo (03:35er Pace) einfach mal mitzugehen.

Das funktionierte bis Kilometer 3 spitze... immer wieder wechselten wir uns mit der Führungsarbeit ab und konnten nach vorne immer mehr Plätze gut machen!

Nach weiteren 2 Kilometern war die Gruppe leider auf Randy und mich zusammengeschmolzen... Bei Kilometer 4 bogen wir auf eine laaange geschotterte Gerade ab, wo uns der eiskalte Wind richtig ins Gesicht peitschte!

 

Der Aufwand, die Pace bei 03:45 zu halten, wurde immer größer und fast schon verzweifelt sah ich mich immer wieder nach Randy um, in der Hoffnung, ich könnte mich in seinem Windschatten ein wenig ausruhen.

Endlich waren wir am Murner See angekommen und der Gegenwind ließ nach. Leider wurde jetzt der Untergrund immer schwerer zu belaufen. Eisschollen und festgetretener Schnee machten die folgenden Kilometer zu nem Eiertanz. In diesen Minuten war ich froh, dass ich mich für meinen Nike Air Pegasus und nicht für die Wettkampfschlappen von OnCloud entschieden hatte.

 

Bei Kilometer 8 war ich dann komplett alleine... nicht das Rennen, das ich mir ausgemalt hatte.

Ich versuchte weiter mit hohem Aufwand, eine Balance zwischen hoher Pace und Eiertanz zu finden, weil ich wenig Lust hatte, mich auf dem engen Spazierweg direkt am Ufer des Sees aufs Maul und damit eventuell ins kalte Wasser zu legen.

Als ich endlich wieder festen asphaltierten Boden und den mittlerweile schon sehr müden Beinen hatte, waren es laut meiner Uhr noch 5 Kilometer. Mit den allerletzten Kraftreserven schloss ich auf eine 2er Gruppe auf, die 200 Meter vor mir lief.

 

Als ich mich endlich in den heiß ersehnten Windschatten hängen konnte, war ich 1. komplett blau und 2. hielt sich jetzt der Gegenwind logischerweise (weil Rückweg) in Grenzen.

Danach wurde es nochmal hektisch... ein Blick auf die Uhr machte mich stutzig... wir hatten erst 12 Kilometer auf der Uhr und bogen schon wieder auf die Straße Richtung Kartbahn ein... Nach der ersten Attacke (nicht von mir) war die Gruppe dann bereits gesprengt.

 

Nach 13,6 Kilometern (wenn man der GPS Uhr glauben darf) bog ich auf die Zielgerade ein und lief mit einer Zeit von 51:35 Minuten sehr zufrieden durch den Zielbogen.

Nach dem ein wenig ernüchternden Ergebnis beim Silvesterlauf in Sandharlanden bin ich mega happy, dass die Fromkurve beim Laufen weiter nach oben zeigt!

 

Mal schauen wo die Road to Roth noch hin führt :-)

Spindellauf 2018

 

Ort: Donaueinkaufszentrum Regensburg

Datum: 13.01.2018

 

Spindelspinnen mit Hirn

 

Bereits der 10 Kilometer Test beim Silvesterlauf in Sandharlanden hat gezeigt, dass mir momentan ein wenig die Tempohärte fehlt, um meine Bestzeiten in Angriff zu nehmen.

Deshalb stand ich mit gedämpfter Erwartungshaltung, aber ungebrochener Vorfreude, am Samstag um kurz vor halb 9 bereits zum vierten mal an der Startlinie des Spindellaufes im Donaueinkaufszentrum.

 

Viel vorgenommen hatte ich mir nicht... insgeheim hatte ich aber schon mit einem Top 10 Platz geliebäugelt, und da mein Lieblingsgegner Markus Winklmeier leider verletzungsbedingt ausgefallen war, wollte ich versuchen, an meinem Laufstilanalysekollegen Hans Gallmeier dran zu bleiben.

Der hatte mir bereits in Sandharlanden eine kräftige Rasur erteilt... es sollte also nicht einfach werden :-)

Kribbeln...3..2..1.. Startschuss... Überlebenskampf... Immer wieder beeindruckend, wie sich die knapp 300 Läufer durch die engen Einkaufspassagen Richtung Parkhausspindel schlängeln. Ich heftete mich an die Fersen von Hans und hoffte, so das Rennen nicht wieder zu schnell anzugehen (so wie letztes Jahr).

 

Die ersten 3 Runden liefen gut, aber mir war ziemlich bald klar, dass Hans heute in einer anderen Liga läuft.

Für mich war es eine, recht untypisch vernünftige, Entscheidung, ihn ziehen zu lassen und mein eigenes Rennen zu machen.

Ich nahm Tempo raus, was sich sofort in der Platzierung widerspiegelte (von Platz 8 fiel ich innerhalb von 2 Runden auf Platz 15 zurück).

Cool bleiben... dein Rennen machen... vielleicht soll es heute einfach nicht sein. Ich saugte die unfassbar tolle Atmosphäre auf, ließ mich treiben...

 

Zu allem Überfluss bekam ich auch noch zunehmend Magenprobleme, aber ein Klo-Stop wäre natürlich der SuperGAU gewesen.  

Ich kämpfte mich mühsam Platz für Platz wieder nach vorne, und als ich nach 21 Kilo- und 600 Höhenmetern ziemlich paniert über die Ziellinie stolperte, zeigte die Anzeigetafel Platz 12 und eine Endzeit von 01:26:25 an.

 

Eine knappe Minute langsamer und 2 Plätze schlechter als letztes Jahr. Aber ein 2. Platz in der Altersklasse ist ja auch nicht so verkehrt.

Unabhängig von dem Ergebnis hat es wieder irrsinnig Spaß gemacht beim Spindellauf zu starten.

Nette Helfer, perfekte Organisation, ein spektakuläres Rennen und eine einzigartige Stimmung am Streckenrand machen den Spindellauf jedes Jahr wieder zu einem Highlight im Rennkalender!

 

Ich hoffe, ich kann auch nächstes Jahr wieder dabei sein!