Wettkampfberichte 2014


Silvesterlauf Bogen

 

Ort: Bogen

Datum: 31.12.2014

 

Kurz vor Toresschluss hat es doch noch geklappt mit einem Sieg dieses Jahr!

 

1. Start für die Laufstilanalyse.de und glei der erste Platz beim Silvesterlauf in Bogen!!

 

Danke an alle die uns unterstützt haben und Danke an Markus Winklmeier für den Fight!! :-)

 

Jetzt wünsche ich euch ne fette Party und nen guten Rutsch!! Lasst es krachen!!

Wolfgangseelauf

 

Ort: Wolfgangsee

Datum: 19.10.2014

 

... Ja, ich wusste, dass ich gut aus der Saisonpause gekommen war! Ja, ich konnte in der Vorbereitung auf den Wolfgangseelauf meine 10 Kilometer Bestzeit auf unter 37 Minuten verbessern und ja, die Rahmenbedingungen vorm Lauf waren perfekt... super Anreise, super Hotel, super Wetter

 

Trotzdem hat mich jeder, den ich in den zwei Tagen vor dem Wolfgangsee auf diese magischen 600 Höhenmeter zwischen Kilometer 3 und 6 angesprochen habe, eindringlich davor gewarnt. "Man kann am Berg nix gewinnen aber definitiv alles verlieren!"... So ging ich dann auch ins Rennen- fast ein wenig ehrfürchtig vor der Strecke. 

Los ging es bei perfekten Laufwetter. Bei 15 Grad und strahlendem Sonnenschein setzten sich die 1599 gemeldeten Starter des 27 Kilometer-Laufes in Bewegung. Ich war froh, dass ich im ersten Startblock starten durfte und so relativ schnell meinen Rhythmus laufen konnte.

 

Ich hatte immer noch keinen wirklichen Plan fürs Rennen, also hab ich mich erst mal an den Zugläufer für die 1:59:59 ran gehängt... Dann kamen wir nach Falkenstein und standen vor der Wand... langsam hoch getrabt, immer im Windschatten des Pacemakers, der nach den ersten paar Metern am Berg bereits den Laufschritt aufgab und so kämpften wir uns halb laufend, halb gehend die 300 Höhenmeter nach oben. 

 

Bergab wurde mir dann richtig der Kopf gewaschen. Auf die 1500 Meter bergab habe ich bestimmt 700 Meter auf den Pacemaker und gefühlt 20 Plätze verloren. Da steht im Winter wohl der ein oder andere Traillauf an Thomas Kerner, Fritz Pielmeier ... vielleicht könnt ihr mir da mal Nachhilfe geben) 

Unten angekommen war ich einerseits froh, dass der schwerste Streckenabschnitt nun hinter mir lag, andererseits wurde ich fast panisch bei dem Gedanken jetzt noch einen Halbmarathon laufen zu müssen (irgendwie hatte mir die 600 Höhenmeter doch härter ins Wadl gebissen als gedacht), was mich allerdings erst mal nicht dran hinderte, die Lücke zum 1:59 Pacemaker zuzulaufen. 

Dort angekommen wurde mir dann das erste Mal bewusst, dass ich hier wirklich unter zwei Stunden bleiben konnte, wenn nicht noch der große Einbruch kommt. Beflügelt von dem Gedanken bin ich dann auch am Pacemaker vorbei gelaufen und hab mich ziemlich alleine aufgemacht die Seeumrundung zu Ende zu bringen. 

 

Die nächste Zwischenzeit, die ich bewusst wahrnahm, war der Halbmarathon, den ich in 1:31 passierte. "Wenn du jetzt die letzten 6 Kilometer a bissl unter 25 läufst, dann bleibst unter 2 Stunden"... ja das Rechenzentrum im Hirn muss wohl noch funktioniert haben 

 

Der Plan hat dann auch ganz gut funktioniert und so konnte ich nach 1:56:06, beflügelt durch die Anfeuerung meiner Family und dem Lauftreff Oberhinkofen

(an dieser Stelle noch mal Danke für die tolle Organisation des Wochenendes!!) und doch ein wenig emotional berührt, über den Zielstrich laufen :') 

Insgesamt sprang, ein für mich unglaublicher 55. Gesamtrang (3. bester Deutscher) bei 1567 Finishern raus... Supergeil!! Danke an Alle fürs Daumendrücken... ich hoff ich hab euch nicht enttäuscht! Ich wünsch euch noch nen ruhigen Sonntagabend!

 

Ergebnisliste

Triathlon Allgäu

 

Ort: Immenstadt im Allgäu

Datum: 23.08.2014

 

Das war kein Triathlon ... das war eine Saison-Abschluss-Schlacht... und ein absolutes Highlight!!! 

Als ich heute morgen um 4:00 Uhr das erste mal wach wurde, hörte ich schon dass es draußen regnet... als ich dann auf den Hotelzimmerbalkon ging, musste ich feststellen dass ich mich geirrt hatte... es regnete nicht... es kübelte! 

Entsprechend motiviert und voller Vorfreude begaben wir uns also bei strömenden Richtung Bühl am Alpsee... Laufbeutel abgegeben... Radbeutel abgegeben... Rad eingecheckt, ein trockenes Plätzchen gesucht und Mental schon einmal auf eine Regenschlacht eingestellt. 

 

Als ich dann 5 Minuten vor dem Start neben der Triathlonlegende Faris al-Sultan ins Wasser stieg, blieb mir bei der erfrischenden Wassertemperatur von 16° erst mal die Luft weg... Geht ja gut los... Dass der Alpsee noch der wärmste Ort an diesem längsten halben Tag des Jahres sein würde, hätte ich da noch nicht gedacht. Das 2 Kilometer im Wasser liefen dann, Gott sei Dank, ein wenig ruhiger ab als die in Regensburg. Nach 35:34 Minuten stieg ich dann ausm Wasser. Passt!!

 

In der Wechselzone dauerte es dann Kältebedingt ein wenig länger... denn bereits da habe ich meine Finger nicht mehr gespürt... entsprechend lange dauerte das Ausziehen des Neos. Aber auch das ging noch irgendwie und dann wurde es richtig heftig! 

Wasser von oben, wasser von unten, wasser von vorne und das Ganze bei frischen 9° Außentemperatur... Trotz langärmligen Shirt fror ich so heftig, dass ich bereits nach den ersten 2 Kilometern meine Füße und meine Arme inklusive Hände nicht mehr spürte, was dazu führte dass ich meine komplette Verpflegung ausschließlich mit dem Mund öffnen musste (sprich: Riegel + Verpackung in den Mund -> irgendwie aufbeissen und Verpackung wieder ausspucken... entwürdigend ich weiß) Ich war ja froh dass es irgendwie geklappt hat, denn die 92 Kilometer lange Radstrecke war so ziemlich das härteste was ich auf dem Rad je erlebt habe. Bereits nach den ersten 400 Höhenmeter hat mein Rücken rückgemeldet, dass er die Strecke gar nicht so witzig fand... gab sich dann aber relativ schnell wieder... braver Rücken

 

Trotzdem gingen die ersten 46 Kilometer relativ "flüssig" von den Rädern ... auch die zweite Radrunde startete erst mal ganz gut, nämlich mit ein paar Sonnenstrahlen (ich glaub ich hab mich in meinem Leben noch nie so gefreut die Sonne zu sehen „wink“-Emoticon ) Als ich das zweite mal den langen Anstieg hinter mich gebracht hatte war ich leer. Nicht nur dass meine Radgruppe mich abgehängt hatte, nein... zu allem Überfluss fing es 1. wieder zu regnen an und 2. zwickte mein Wadl das erste mal bedenklich... es roch nach Krampf! Ich bin dann die letzten 20 Kilometer mehr schlecht als Recht in die Wechselzone gerollt, was noch mal einiges an Plätzen gekostet hat. Nach 3 Stunden und 10 Minuten bin ich dann halbtot in die Wechselzone gefallen. 

Ich hab nicht damit gerechnet dass ich frisch vom Rad komme... aber ein paar mehr Körner hätte ich mir doch im Resttank gewünscht... Aber ich war nicht ins Allgäu gefahren um hier ein Rennen in der Komfortzone zu absolvieren... und Mental war ich auf Schmerzen eingestellt. Also Cap auf, Sonnenbrille auf (ja mittlerweile hatte es wieder aufgehört zu schiffen und die Sonne blitzte durch) Laufschuhe an und los.... Dank der immer noch tauben Beine fühlten sich die ersten zwei Laufkilometer nicht so bombig an ... danach wurde es richtig hart denn bei Kilometer 3 spürte ich meine Beine wieder... genau in dem Moment als mein rechtes Wadl so krampfte, dass ich erst einmal stehen bleiben musste... Und jetzt? Zur nächsten Verpflegungsstation gehumpelt und die Ingolstadt-Taktik gefahren (alles reinschütten was die Mädels im Angebot hatten) 

 

Ich hab kurz überlegt den angepeilten 4:30er Schnitt über Board zu werfen und einfach langsam weiter zu traben... aber auch dafür bin ich nicht hier her gekommen... Arschbacken zusammenkneifen und von Verpflegungsstation zu Verpflegungsstation schleppen ... danach ging es überraschenderweise wieder besser und der restliche Halbmarathon war zwar hart, aber da ich immer weiter Plätze gut machen konnte, hab ich mich dann zumindest Mental wieder gefangen... Zu meiner Verteidigung muss ich noch dazu sagen, das die Laufstrecke allerdings alles Andere als leicht war. Es ging ganz selten geradeaus ... entweder hoch, runter, um die Kurve oder beides gleichzeitig ;-)

 

Aber auch die längste halbe Tag des Jahres geht, Gott sei Dank, irgendwann zu Ende :-P

Und so bin ich mit einer Halbmarathonzeit von 1:34:43 und einer Gesamtzeit von 5:26 ins Ziel gelaufen!! 

Ich musste heute Allerdings so viel in dieses Ergebnis investieren, dass ich mich nach Zieleinlauf noch nicht so 100%-ig drüber freuen konnte. Besser wurde das als ich die Ergebnisliste gesehen hab:

 

86. von 627 Startern (keine Ahnung wie viele ausgestiegen oder nicht angetreten sind) 

85. Platz bei den Männern und 8. Platz in der Altersklasse *happy* 

 

Am Ende des Tages bleiben, neben kaputten Beinen, super tolle Eindrücke von einem der schönsten, aber definitiv härtesten Wettkampf den ich je bestritten habe! DANKE Allgäu Triathlon ! So schnell werde ich dich nicht vergessen!!! Danke natürlich an euch Allen für die tolle Unterstützung (in Form von Glückwünschen, Wettkampfbetreuung oder was auch immer) 

IHR SEID DIE GEILSTEN!! 

Triathlon Dahoam...

 

Datum: 03.08.2014

Ort: Regensburg

 

Der Tag fing schon mal nicht schlecht an. Um Punkt 7:00 Uhr klingelte der Wecker ... Frühstück, Sachen packen, Oskar einpacken und ab Richtung Dultplatz!

 

Sofort einen Parkplatz bekommen, Rad eingecheckt, Wechselzone eingerichtet ... Alles lief eigenartig perfekt!

Das Gleiche konnte ich auch von den letzten Wochen behaupten: Keine Verletzungen, Keine Krankheiten und gute Trainingszeiten

Eigentlich standen alle Zeichen auf Bestzeit!

 

Um Punkt 10:25 Uhr folgte dann der Startschuss. Also eher ne Starttröte, die für meinen Geschmack nächstes Jahr gerne ein bisschen lauter sein darf. Denn erst als ich vom Hintermann einen kräftigen Schlag auf den Hinterkopf bekam, wusste ich dass ich jetzt wohl los schwimmen durfte.

 

Auch hier liefen die ersten 100 Meter super! Keine Schlägereien, ein gutes Tempo und ein angenehmer Rhytmus. 

Dann wurde es plötzlich richtig ekelhaft und es folgten die schlimmsten 200 Schwimmmeter meines Lebens... als wenn es nicht gereicht hätte, dass ich auf den paar Metern literweise sauberstes Kanalwasser geschluckt habe, hab ich dermaßen Schläge und Tritte kassiert, dass ich da einfach nur noch raus wollte. 

Aber zum Ufer zu schwimmen wäre vermutlich ähnlich unangenehm geworden wie weiter zu schwimmen und ich entschied mich doch fürs Weitermachen.

 

Danach ging es plötzlich wieder erstaunlich gut und nach 27:13 MInuten, durfte ich dann endlich raus aus der braunen Suppe!

Der Wechsel lief gut ... Das Radfahren genial!

Von Anfang an hatte ich an super Tempo ohne mir die Beine komplett zu zerschießen! Nach ca. 15 Kilometer auf dem Rad hab ich beobachtet wie dem Athleten vor mir, bei einem Schlagloch seine einzige Radflasche aus der Halterung fiel ... Also bin ich zu ihm aufgefahren, hab ihm Eine von Meinen angeboten. Im Gegenzug ein Gel von Ihm bekommen! Abgeklatscht, Bedankt und weiter ging es! Genau deswegen liebe ich den Sport!!

 

Der Rest der Radstecke war dann vorallem Eines... schnell vorbei!

Als ich beim Wechsel in die Laufschuhe kurz auf die Uhr geschaut hab, musste ich gleich noch mal hingucken als da eine 1:02:39 stand.

Nachträglich vermute ich, dass die Radstrecke 2-3 Kilometer kürzer war als angegeben... Das hat zumindest meine Uhr gesagt!

Mit der Radzeit im Rücken ging es mit Volldampf auf die erste von insgesamt 4 Laufrunden... Vermutlich zu übermotiviert, denn nach 2,5 Kilometer drehte es mir den Magen dermaßen um, dass ich mir nicht mehr die Frage stellte ob, sondern wann und wo ich meinen Mageninhalt wieder los werd (siehe Fotos) Da war ich froh um jeden Zuschauer an der Laufstrecke und richtig Dankbar um die Anfeuerung von Sebastian Neef! 

 

Die Zweite Runde ging dann besser und ich habe mich dann bei einem 4:15er Schnitt eingependelt, den ich dann auch ins Ziel gelaufen hab.

Laufzeit: 42:15:02

Am Ende stand über dem Zielbogen eine 2:16:27 ... was knapp 15 Minuten schneller ist als meine Bestzeit!

Mit einer entsprechenden breiten Brust gehts jetzt zum Saisonhighlight Allgäu Triathlon! Ich bin heiß drauf!!

Am Ende muss ich mich wieder bedanken! Beim Oswin für die top Betreuung und die super geilen Fotos!

Bei Stefan Falk + Familie fürs anfeuern und Zwischenzeiten durchgeben!

 

Ebenfalls ein riesen Merci an Jasmin, Bernd , Andreas und allen Anderen, die uns vorallem an der Laufstrecke so super angefeuert haben!

Und auch ein Danke an die vielen Helfer des Compexx Triathlon Regensburg! Nicht wir sondern IHR seid die wahren Champions!! DANKE!

Und zuletzt sorry an alle die ich vergessen hab ;-)

 

Riesen Glückwunsch noch an Alexandra zum ersten Triathlonfinish! Ich hoffe es bleibt nicht das Letzte „wink“-Emoticon

Für alle Zahlenfetischisten gehts hier zu den Ergebnissen

 

Für alle Anderen:

Platz 52 Gesamt 

Platz 5 in der Altersklasse ... YEAH

Ergebnisse

Triathlon Erding...

 

Datum: 22.06.2014

Ort: Erding

 

Genau 364 Tage is es her seitdem ich letztes Jahr hier in Erding meinen ersten Triathlon gefinisht habe...

... und auch heute hatte ich gleich mehrere "Erste male" gleichzeitig...

... zum ersten mal durfte meine "Neue" ((Namen gibt es leider immer noch keinen) mit zum Wettkampf

... zum ersten mal war Edelfan Oskar als Motivator und Betreuer dabei (der einen supermonstergeilen Job gemacht hat!!! Vielen DANK nochmal!!)

... zum ersten mal ich mit Zeitfahrhelm unterwegs

Aber vorallem war es mein erster "echter Triathlon"

... denn heute habe ich zum ersten mal nicht nur zwei Disziplinen lange auf das Laufen gewartet sondern vorallem auf dem Rad mal einfach mal gas gegeben

Aber Eins nach dem Anderen!

 

Los ging es Morgens um 07:00 Uhr ... Oswin eingepackt und bei Top-Wetter ab nach Erding!

Rad zusammengeschraubt, Eingecheckt, Wechselzone eingerichtet und festgestellt dass wir 2 Stunden zu früh sind „unsure“-Emoticon

So blieb dann doch noch Zeit für ein 2. Frühstück (Hobbitstyle ;-))

 

Ganz entspannt ging es dann auch Los... selbst die ersten Schwimmmeter waren im Vergleich zum Triathlon Ingolstadt relativ entspannt... und kaum hatte ich die 3. Boje umkurvt, lag auch schon der Schwimmausstieg vor mir und ich bin nach 29 Minuten aus dem Kronthaler Weiher geklettert! Passt!

Oswin abgeklatscht und ab zum Rad...

Die ersten Kilometer vergingen dann unglaublich fix...

... als ich dann nach 15 Kilometern dass erste mal auf meine Uhr schaute zeigte die ne Durchschnittspace von 40 km/h an... nach dem Wendepunkt hab ich dann festgestellt dass mich wohl doch ein wenig der Rückwind angeschoben hatte ... Trotzdem stand nach der 48,5 km langen Radstrecke eine 1:18:57 auf der Uhr (Ø-Pace: 36 km/h)

Für mich ein echt guter Radsplit!!

 

Oswin noch einmal dermaßen fest abgeklatscht dass mir bis Kilometer 3 die Handfläche weh getan hat und ab auf die 10 Kilometer lange Laufstrecke

 

Dann war ich erst mal schockiert ... ich bin die ersten zwei Kilometer einen glatten 4er Schnitt gelaufen aber die Jungs vor mir kamen einfach nicht näher... Erst ab Kilometer 5 konnte ich endlich anfangen zu überholen ... Trotzdem war es Mental und Körperlich einfach viel schwieriger als bei den letzten Malen! 43:53.... Passt!!

Alles im Allem waren es für mich wieder ein sehr cooler Wettkampf!

Ich hatte Spaß und mit dem Ergebnis bin ich auch mehr als Zufrieden:

 

Gesamtzeit: 02:36:46

Platz AK: 9.

Gesamt: 195.

Ergebnisliste

 

Jetzt heißt es weiter Kilometer aufm Rad sammeln und dann beim Triathlon in Regensburg noch mal Gas geben bevor es in Immenstadt beim Saisonhighlight Allgäu Triathlon noch mal richtig "rund" geht!! Ich freu mich!!

Triathlon Ingolstadt

 

Datum: 01.06.2014

Ort: Ingolstadt

 

"Sieh es einfach als Vorbereitung und schau dass du beim Laufen noch mal einen raus haust"

Egal wen ich fragte, wie ich wohl mit dem massiven Trainingsrückstand auf dem Rad, den Triathlon Ingolstadt überleben soll, es lief immer irgendwie auf diese Aussage raus

 

So ging ich dann auch ins Rennen... die 2km Schwimmen überleben, die 77km aufn Rad absitzen und dann 20km Gas geben beim Laufen!

Schon bevor mein großer Zeh nach dem Startschuss zum Schwimmen überhaupt die Wasseroberfläche durchstoßen konnte, hatte ich den ersten Ellenbogen in meiner Magengrube... 

Willkommen in Ingolstadt... hab ich mir gedacht und hab mir eingeredet, es könnte jetzt nur noch besser werden. Falsch gedacht... bereits auf den ersten Metern hab ich mir so viel Tritte eingefangen, dass ich nach 10 Minuten in dem 17 Grad kalten Wasser am liebsten ausgestiegen wäre...

 

Hätte ich es mal besser getan, denn bei der zweiten Wendeboje kam ein Sportsfreund auf die tolle Idee dass er mich doch einfach nach unten drücken und oben drüber schwimmen könnte... Cool... hab ich mir gedacht als ich die 4 Liter Entenkackeverseuchtes Baggerseewasser wieder aus meiner Lunge entfernt hatte... Danach lief es eigentlich echt gut und ich konnte nach 40 Minuten den Baggersee endlich verlassen!

Neo aus - Helm an und schon gings auf die 77 Kilometer lange Radstrecke... Leider musste mein neues Bike zuhause bleiben, aber ich hatte bisher einfach zu wenig Zeit drauf verbracht... Das Radfahren verlief eigentlich recht Ereignislos, nur musste ich aufgrund der fehlenden Aeroposition (vorallem im Gegenwind) aber vor allem des brutalen Trainingsrückstandes aufm Rad einige Plätze hergeben... Ich tröstete mich immer mit dem Gedanken "Fahrts zu... wir sehen uns auf der Laufstrecke... hoffe ich"

Nach harten 2:23:36 Stunden war auch das abgehackt

 

Bereits in der Wechselzone hat es im rechten Wadl gezogen, so dass ich mich kurzerhand doch für Kompressionssocken entschied und die 3 Minuten Wechselzeit dafür gerne in Kauf nahm...

... jetzt nur kein Krampf.... einen Plan B hatte ich nämlich nicht!

Also vorsichtig im 5er Schnitt losgelaufen... bereits nach 2 Kilometern war mir klar dass das heute kein Spaziergang werden würde... Beine kaputt

Irgendwas musste ich probieren und so bin ich bei der ersten Verpflegungsstation stehen geblieben und hab alles in mich reingeschüttet was mir die netten Damen da gereicht haben...

... Wasser

... Iso

... Coca-Cola

... Gel

 

Irgendwas wird schon helfen

Irgendwas hat auch geholfen... Was es war kann ich leider bis jetzt noch nicht genau sagen. Ab Kilometer 5 war dann wieder alles beim Alten... Beine fühlten sich normal an und ich konnte Problemlos meinen angedachten 4:30er Schnitt laufen... Als ich das vorletzte mal bei meinem Dad am Stadion vorbei kam hörte ich noch "Noch so ne Runde und du knackst deine Bestzeit"

Nach der 4. Runde um den See durfte ich dann endlich in den Zielkanal abbiegen und mit ungläubigen Blick auf die große Uhr unter dem Zielbogen stand eine 04:38:53... Geil!! ... Einen raus hauen... Check

 

Platzierung AK 9

Platzierung Gesamt: 238.

 

Insgesamt bin ich mehr als zufrieden mit dem Wochenende in Ingolstadt... was natürlich ohne die tolle Betreuung wieder nicht möglich gewesen wäre

Jetzt heißt es erst mal Beine hoch legen und danach ... Radfahren... Radfahren... Radfahren... Radfahren 

Regensburg Marathon die Zweite

 

Datum: 04.04.2014

Ort: Regensburg

 

Wie soll ich anfangen? Wie beschreibt man einen Wettkampf der besser nicht hätte laufen können?

Am besten chronologisch!

 

06:30 Uhr - Aufstehen - sich übers Wetter freuen - Frühstücken - Musik auf die Ohren und rein ins Getümmel auf dem Infineonparkplatz

 

08:00 Uhr - im Kopf nochmal die Zeiten durchgegangen - Ausrüstung gecheckt - Das letzte mal das Klo besucht und zur Startlinie geschlendert

 

08:30 Uhr - Startschuss - Heftig...oder wie es Hardy Hartmann beschreibt "Ein startendes Marathonfeld hat in etwa die Dynamik einer tollwütigen Bisonherde. Das gilt jedenfalls für die ersten zwei Kilometer. Hier finden sich noch die ganzen übergewichtigen Midlifecrisler, Wunschzeitenträumer und Selbstdarsteller, die die ersten Kilometer so engagiert angehen, als gäbe es die restlichen 40 nicht" 

Daher hab ich mich ganz eisern an die Zeiten auf meiner Hand gehalten, nur nicht überpacen, nur nicht den gleichen Fehler wie letztes Jahr machen, nur nicht von den ganzen Halbmarathonis verrückt machen lassen die mich auf den ersten Kilometern überholt haben

 

09:17 Uhr - 10 km ... die erste aussagekräftige Zeit 46:34 Minuten - Einen tick zu schnell aber alles noch im Rahmen

 

10:09 Uhr - Halbmarathon 1:39:11 Stunden - immernoch zu schnell und obwohl die Beine gut warten hätte ich nix dagegen gehabt einfach rechts in die Zielgerade einzubiegen und mir mein Zielweizen abzuholen.

Die nächsten KM waren ziemlich einsam. Kaum Zuschauer, Kaum Mitläufer und sonst auch nix spektakuläres

 

10:50 Uhr- Da war er also... der 30. Kilometer - der Punkt wo ich letztes Jahr explodiert bin... Ich war auf alles gefasst: Krämpfe, Schmerzen, Magenprobleme ... aber auf das Folgende nicht...

11:12 Uhr - Kilometer 35: Hmm... Der Mann mit dem Hammer hat wohl heute Urlaub... oder war beim Hamburg Marathon aktiv... Keine Ahnung aber ich bin ihm nicht begenet. Es lief einfach gigantisch! Meine Beine warten immernoch gut und mein Puls immernoch auf einem angenehmen Level. Mein Dad war mittlerweile als Radbegleitung an meiner Seite, was mir noch einen zusätzlichen Motivationsschub verpasst hat. Zum ersten mal hatte ich bei einem Marathon das Gefühl dass die "du schaust aber noch gut aus" - Rufe nicht gelogen waren

JA! Ich fühlte mich auch gut und konnte dann sogar noch mal zulegen.

 

11:30 Uhr - Kilometer 39: Als ich merkte, dass meinem Dad langsam die Superlative ausgingen wusste ich, dass ich das Ding jetzt nach Hause lauf... nochmal Tempo verschärfen... jetzt ist es eh egal ... Einfach noch paar Explodierte einsammeln und ein paar Plätze gut machen!

 

11:45:23 Uhr - Kilometer 42,195: Was folgte war einer der emotionalsten Momente meiner kurzen sportlichen Laufbahn

 

Alles was ich in den letzten Wochen und Monate in diesen Wettkampf investiert hatte, hat sich in diesem Moment ausgezahlt. Mit einem kleinen Tränchen in den Augen bin ich dann über die Ziellinie gelaufen und hab nach exakt 3 Stunden 15 Minuten und 23 Sekunden meine Uhr gestoppt... 

Am Ende bleibt mir noch DANKE zu sagen... DANKE, an die vielen vielen tollen Menschen die mich dort hingebracht wo ich jetzt bin, die mich in der letzten Zeit immer wieder aufgefangen haben und mich zum Weitermachen motiviert haben. DANKE an ALLE die da heute draußen an der Strecke waren (eine Auflistung würde den eh schon gesprengten Rahmen des Berichts nur noch mehr sprengen) und eine Atmosphäre geschaffen haben, bei der es mir jetzt noch eiskalt den Rücken runterläuft und die ein Scheitern unmöglich gemacht hat! DANKE an ALLE die heute nicht an der Strecke sein konnten aber aus der Ferne an mich gedacht haben!

Und ein riesen DANKE geht an meine Familie und besonders meinen Eltern ohne deren Unterstüzung ich meinen Sport nicht so ausüben könnte wie mir es momentan ermöglicht wird. Ich hoffe ich konnte euch ALLEN heute mit meiner Leistung ein Teil zurück geben und hab euch mit dem Bericht nicht zu sehr gelangweilt

 

Hier gehts zu den Ergebnislisten

 

Übrigens.. hier mein Zielinterview

Jag de Wuidsau / Dietldorfer Cross-Duathlon 

 

Datum: 23.03.2014

Ort: Dietldorf

 

- Selten so ein liebevoll organisierten Wettkampf bestritten wie heute beim "Jag de Wuidsau" Cross Duathlon in Dietldorf (5 - 15 - 2,5)

Los gings es flott... Den ersten Kilometer konnte ich noch gut unter dem angestrebten 4er Schnitt laufen. Dann kam allerdings der "Heartbreakhill" der mir mit 30HM auf 200m erstmal ordentlich den Wind aus den Segeln genommen hat. Obwohl meine Laufform immernoch auf sich warten lässt war ich nach den 5 Kilometern als 15. in der Wechselzone. Baast!!!

Helm auf und ab auf die Mountainbikestrecke!

 

Losgegangen ist es ja erstmal ganz gut und ich konnte auf dem ersten Anstieg (auf Asphalt) noch ein paar Plätze nach vorne klettern. Danach ging es allerdings in den Wald und damit auch in die technisch anspruchsvollen Radminuten! Überraschenderweiße habe ich auch anfangs nicht viele Plätze verloren... Bis die erste Abfahrt kam (Ab dann gings Bergab *Wortwitz* *hihi* *ok..dann nicht*)... Mit der Agilität eines Rohöltankers hab ich mich den ersten Berg runtergezittert und musste bereits da die ersten 4 wieder wegziehen lassen... Spätestens da war ich froh dass ich mich gestern doch noch gegen meine Klickpedale entschieden hab!

 

So ging es mir auch bei den restlichen 2 Bikerunden... immer dann wenn es technisch wenig anspruchsvoll war konnte ich Plätze gutmachen die ich bei den Abfahrten sofort 3-fach verloren hab.

Dass ich trotzdem noch als 33 in die Wechselzone kam hat mich dann nochmal für den abschließenden (leider nur) 2,5 km-Lauf motiviert!

 

 

 

Leider war da dass Rennen so gut wie gelaufen und ich konnte, auch mit einem guten Lauf nicht mehr so viel rausholen.

Am Ende hat es trotzdem noch für Platz 30 Gesamt und Platz 7 in der Alterklasse gereicht! Baaast!!

Es hat (trotz großer technischer Defizite aufm Radl) ein riesen Spaß gemacht und auch mit der sportlichen Standortsbestimmung so früh in der Saison bin ich zufrieden... Laufform is on the way und die Radleistung stimmt mich auch positiv!!

 

DANKE nochmal an das komplette Org-Team die einen supergeilen Job gemacht haben und an Alle die uns angefeuert und unterstützt haben!!

 

Auch DANKE an Michael Grief für das Radl... ohne des würd ich jetzt wahrscheinlich immernoch im Wald liegen! 

DANKE auch an meinem Dad der als Betreuer immer wieder nen riesen Job macht!!!

Saison 2014.... ich freu mich drauf 

2. Spindllauf im Donau Einkaufszentrum


Datum 11.01.2014

Ort: Donau Einkaufszentrum


Unglaublich, was die Organisatoren, Helfer und vorallem die Zuschauer gestern wieder beim Spindellauf im DEZ veranstaltet haben! Ich bin mit meiner Vorstellung auch zufrieden. Obwohl ich die letzen 4 Wochen wegen einer Zerrung fast gar nicht (schmerzfrei) laufen konnte und ich mir 4 Runden lang nur überlegt habe wann und wo ich mein Mittagessen wieder loswerde stand am Ende doch eine Zeit von 1:34:19.67 und ein 27. Platz auf der Anzeigetafel. Unter anderen Umständen wäre wohl mehr drin gewesen aber damit kann ich leben .... Ich freu mich auf nächstes Jahr! :-)

Ein riesen DANKESCHÖN geht noch an meine "Fans", die trotz Dauerbeschallung durch Bands und Musikanlagen IMMER am lautesten waren!! IHR WART DER WAHNSINN!!